Brockensturm

Tausende, nein, Zehntausende zog es Ende Januar 2013 auf den "Sehnsuchtsberg" der Deutschen, den Brocken im Harz. Selten war die weiße Pracht so vollkommen, so erhabend, so beeindruckend. Erst hatte es tagelang geschneit, dann kam dicker Nebel auf und anschließend gefror das Ganze bei kantigen Minusgraden. Baumstämme wie weiß gestrichen, jeder Zweig, jedes Blatt, jede Tannennadel wie von Puderzucker überzogen. Voll beladene Baumwipfel neigten sich tief herunter, als wollten sie die vorbeiziehenden Gipfelstürmer begrüßen. Mit Skiern ging es auf die 1142 Meter hohe Kuppe hinauf. Viele hatten Schlitten dabei und rodelten anschließen laut johlend wieder hinab. Trupps von Montainbikern quälten sich gut gelaunt und schweiß gebadet den Berg hinauf. Und Wanderer kamen von allen Seiten, den "Goetheweg" ab Torfhaus, den "Heineweg" ab Ilsenburg, aber wohl die meisten den Highway von Schierke hinauf. Und die Brockenbahn hatte bei all dem Ansturm alle Mühe, ihren Fahrplan einzuhalten.